Freitag, 1. September 2006
Ziele
Führen wir also die Reihe unserer wahnsinnigen wohl recherchierten und umfangreichen Definitionen fort mit einem recht einfach abzuarbeitenden Beispiel:

Ziel(e), Hauptwort
Der Ursprung des Wort Zieles ist in der Zeit der Sumerer zu suchen, der isolierte Wortstamm Iêl bedeutet unerreichbarer Wunsch oder verklärter Traum.

Hier zwei kurze und verzweifelte etwas knackigere Erläuterungen von meiner Seite, die den Wortsinn nur mittelbar verändern.

1. Ziele sind das, was ich nicht habe.
2. Ziele sind die Dinge, die derzeit unerreichbar scheinen.

zu 1.
So ist es; selbst der Leitspruch "alles wird gut" hilft wenig.

zu 2.
Sei es die Familie oder ein Großteil des Freundeskreises in greifbarer, die richtige, endlich einmal personifizierte Frau, Arbeit, die wirklich Spaß macht oder nur erfüllte Wochenenden, es sieht düster aus, aber um 1. anteilig wiederum zu bemühen: "Alles wird gut!".
</Ironie>

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Mittwoch, 30. August 2006
Überqualifiziert?
Heute gibt's den ersten Eintrag in unser Blog-Lexikon, welches allerdings eher mit fiktiven Beispielen arbeitet, möglichst anschaulich sein soll und somit keinen Anspruch auf allgemeine Richtigkeit, schon gar nicht im Sinne einer Definiton erhebt.

überqualifiziert adj Ein Angestellter, Freelancer oder in diesem Beispiel ein Diplomand arbeitet - sagen wir - in einem mittelständischen Softwareunternehmen, um - na klar - seine Diplomarbeit zu schreiben. Nun stelle man sich vor, der Chef kauft bei IKEA ein paar neue Bürostühle, was grundsätzlich als durchaus sinnvoll bezeichnet werden darf, wenn man sich das vorhandene Mobiliar vor Augen führt, und transportiert diese mit dem Firmenfahrzeug, einem Familien-Van mit Kindersitz hinten, zur Firma. Klar, daß die freundlichen Mitarbeiter gerne mit anpacken, um ihre neuen Sitzgelegenheiten ins Büro hochzuschleppen. Selbstverständlich auch, daß diese Mitarbeiter dann brav ihre Stühle aufbauen; vielleicht nicht sofort, aber zumindest innerhalb weniger Tage. Warum auch nicht? In flachen Hierarchien gibt's halt niemanden (vor allem keine Zivis oder Praktikanten), die das mal eben erledigen könnten. Während die übrigen Mitarbeiter dies in ihrer Arbeitszeit tun und somit dafür bezahlt werden, trifft dies auf den Diplomanden, der keine Vergütung nach Stunden erhält, natürlich nicht zu. Macht aber nichts, was ist schon so ne halbe Stunde - ist ja schließlich mal was anderes. Nichtsdestotrotz könnte man die Belegschaft für die Tätigkeit, sich ihre Bürostühle selbst zusammenzubauen, im allgemeinen als überqualifiziert bezeichnen.

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